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Nutzen Sie das
Netzwerk des BPW,
um ihre Position zu stärken!
Zahlreiche Arbeitsgruppen und Seminare unterstützen sie bei ihrer beruflichen Karriere.
Wir freuen uns darauf, sie kennenzulernen.
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Unsere Veranstaltung im April 2008 : |
Der Equal Pay Day („Tag der Lohngerechtigkeit“)
oder:
Warum Frauen weniger verdienen als Männer |
Zum ersten Mal wurde in Deutschland am
15.04. 2008 der Equal Pay Day auf die Agenda gesetzt. Dieser Tag macht darauf aufmerksam, dass Frauen schlechter bezahlt werden als Männer.
Schon allein diese Tatsache scheint unglaublich. Stellt man die Frage, warum das so ist, ergeben sich viele interessante Antworten.
Diese Antworten und mehr stellte der BPW-Club Osnabrück am 16.04. im Stadtgalerie-Café vor.
Um die ungerechte Behandlung durch die Blume deutlich zu machen, verteilte der BPW-Club Osnabrück die entsprechenden Blumen:
Stiefmütterchen für den Chef/ die Chefin!
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Warum ausgerechnet der 15. April? Da Frauen in Deutschland 22 % weniger
verdienen, müssen sie ein Jahr plus 3,5 Monate arbeiten, um dasselbe zu verdienen
wie ein Mann in einem Jahr.
Warum verdienen Frauen weniger als Männer?
1. Frauen arbeiten in den schlechter bezahlten Berufen. Eine Arzthelferin verdient
weniger als ein Dachdecker. Es gibt mehr Arzthelferinnen als Arzthelfer und weniger Dachdeckerinnen als Dachdecker. Die Berufswahl legt den Grundstein für schlechtere Bezahlung.
2. Frauen sind in den Führungspositionen unterrepräsentiert, denn:
- sie arbeiten in Teilzeit und es gibt kaum Führungspositionen in
Teilzeit,
- sie übersehen die Beförderungswege,
- arbeiten für die Sache und nicht für die Funktion (und das Geld).
3. Ab 30 Jahren werden Frauen anders als Männer behandelt, auch wenn sie es nicht wollen (siehe Vorurteile).
4. Vorurteile beeinflussen die Personalentscheidungen:
- körperliche, schmutzige Arbeit wird von Männern übernommen
und mit
Sonderzulagen vergütet; die schwere Arbeit einer
Altenpflegerin oder die
einer Reinigungskraft zählt nicht dazu.
- Tätigkeiten an Maschinen werden höher bezahlt als Tätigkeiten
am Menschen.
Dies gilt sowohl für Vergütungen als auch bei Investitionen.
Die Arbeit mit Menschen wird eher von Frauen ausgeübt.
- Frauen gelten als wenig belastbar, wenig produktiv und durchsetz-
ungsschwach.
Frauen werden schwanger, verlassen das Unternehmen und
kommen dann nur als Teilzeitkraft zurück.
Diese Vorurteile sind allesamt falsch, funktionieren aber noch immer!
Um die Verhältnisse zu verändern, gibt es einfache Tipps:
1. Reden Sie über Geld, finden Sie heraus, wie viel Ihre Kollegen verdienen.
Schauen Sie nach, welche Arbeiten Sie ausführen und ob das auch in Ihrer Stellenbeschreibung steht. Nach der werden Sie bezahlt, unabhängig davon,
welche Tätigkeiten Sie übernehmen. Dürfen Sie übrigens dieselben Arbeiten übernehmen wie Ihre gleich qualifizierten Kollegen?
2. Vergessen Sie die Bescheidenheit, führen Sie Gehaltsverhandlungen und
nehmen Sie eine Absage nicht übel.
3. Entsprechen Sie nicht den Klischees von Frauen, d.h. reden Sie in der Pause über Karriere, Fortbildungsveranstaltungen, Firmenwagen, Kongresse, Gehaltsverhandlungen und ähnliche Themen. Machen Sie in Ihrem Unternehmen
dann auf sich aufmerksam, wenn es gegeben ist: Mitarbeitergespräche sind eine Möglichkeit für die Karriereplanung.
4. Werden Sie ein Vorbild für die Mädchen und jungen Frauen in Ihrem Umfeld.
Suchen Sie sich eine Frau, die Sie in ihrem Beruf bewundern und der sie nacheifern können.
5. Lassen Sie sich nicht verunsichern, sondern argumentieren Sie mit den
folgenden Zahlen:
Text: Ellen Theis
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